Helgoland am 09. und 10. April 2010
Für uns war dies der 1. Aufenthalt auf Deutschlands einziger Hochsee-Insel. Damit wir unsere Fähre auf jeden Fall am Freitag um 10:30 Uhr in Cuxhaven erwischen, fahren wir bereits am Donnerstag los und übernachten in Cuxhaven in der Pension Blauth.



Am nächsten Morgen geht es dann auf die Seereise. Wie ich wohl schon im Reisebericht Schottland erwähnte, bin ich nicht unbedingt ein großer Fan von Schiffsreisen. Aber mit 46 EUR pro Nase für die Hin- und Rückfahrt ist die Überfahrt mit der „Atlantis" (war das nicht der untergegangene Kontinent???) die preiswerteste Reisemöglichkeit. Weshalb übrigens die Fahrt teuerer ist, wenn man NICHT am selben Tag zurückfährt, habe ich bislang nicht kapiert und es konnte mir - zumindest für die Atlantis, die keine Platzreservierung hat - niemand erklären.
Wir passieren den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaules" (wo man sich übrigens auch - natürlich gegen Bares- hin- und drumherum schippern lassen kann) und sein Begleitschiff.




Fallrohr an der Reling für Passagiere, denen es während der Überfahrt schlecht wird. Trichter sind beim Zahlmeister erhältlich.. Scherz beiseite, ich habe keine Ahnung, für was dieses Rohr gut ist!.



Und so taucht nach einer erfreulicherweise sehr ruhigen Schiffsreise von knapp 2 Stunden vor uns Helgoland aus der Nordsee auf.

Bemerkenswert und ausgesprochen angenehm auf Helgoland ist zunächst einmal, dass es hier (mit Ausnahme von Rettungsfahrzeugen und einigen Elektrofahrzeugen für den Gepäck- oder Personentransport) keine Autos gibt. Die Insel ist mit etwas mehr als 1 km² Gesamtfläche ohnehin zu Fuß recht gut erkundbar.

Die Hummerbuden am Hafen, früher Geräteschuppen für Fischer, jetzt mit Masse kleine Imbissbuden oder Geschäfte
1. Anlaufpunkt ist der „Knieper", wo wir Hardy, den Wirt treffen, der uns zunächst zu unserer Unterkunft bringt. Das Haus „Dünenblick" ist eine wirklich empfehlenswerte Möglichkeit, auf der Insel zu übernachten. Wir haben einen grandiosen Ausblick auf die Nordsee und die Helgoland vorgelagerte Düne und genießen noch etwas die freie Zeit.





Um 17 Uhr treffen wir uns im „Knieper" mit Nobbi, der an diesen beiden Abenden für den Sound zuständig ist, zum Aufbau und um 18 Uhr geht es dann los. In der Kneipe hat sich ein fabelhaftes Publikum versammelt und der Abend macht enorm Spaß.

Der "Knieper", sehr viel Liebe zum Detail, selbst auf dem Weg zur Toilette...











Das ist Nobbi, der Tontechniker. Keine Angst, der ist nicht eingeschlafen, sondern macht voll konzentriert einen fabelhaften Job!




Und das ist Thomas, der sich eine Blues-Harp schnappte und dann aber auch dermaßen ein Ding abzog!!!!!






Am Samstag ist nach einem ausgiebigen Frühstück erstmal Inselbesichtigung angesagt. Helgoland ist aufgeteilt in Unterland, Mittelland und Oberland (das durch den recht hohen Buntsandsteinfelsen gebildet wird) und wir wählen im Oberland den Klippenrundweg Richtung Lange Anna. Übrigens nehmen wir für den Aufstieg ins Oberland die Treppe und NICHT den (gebührenpflichtigen) Aufzug ;)


Da es natürlich sehr viel Wissenswertes über Helgoland gibt: Ab jetzt erstmal Klugscheißer-Modus auf EIN!



Die Insel ist überall sehr sauber und gerade heute findet wieder eine Reinigungsaktion auf der gesamten Insel statt. Alle paar Meter erfährt man auf Schautafeln Wissenswertes über die Insel, ihre Geschichte und ihre Einwohner. Ein Rundgang im Oberland entlang der Klippen dauert etwas mehr als 1 Stunde, bietet aber immer wieder spektakuläre Ausblicke. Unter anderem werden hier oben auch Rinder und Schafe aufbewahrt. Unterhalb der langen Anna an der Nordspitze befindet sich der Lummenfelsen, wo abertausende von Seevögeln brüten und einen ziemliches Spektakel veranstalten.


Diese Erkenntnis wird sicherlich Kenny und Barney, die hin und wieder recht gut und gerne Bass spielen, sehr interessieren....


Übrigens ist der "Knieper" auch vom Oberland aus mit bloßen Auge gut zu erkennen...


Tillerman´s Cat ;)

Nachmittags fahren wir mit einem Boot zur Düne, wo es auch so einiges zu besichtigen gibt. Hier haben sich einige Robbenfamilien zum Sonnen an den Strand gelegt und lassen sich von den Touristen bestaunen und fotografieren. Auf der Düne gibt es einen Nord- und einen Südstrand mit Strandkörben, Muscheln und allerlei buntem Gestein.




Der Flugplatz Helgolands ist ebenfalls auf der Düne untergebracht.





Snoopy, sozusagen in der Maritim-Ausgabe...



Klugscheißer-Modus: AUS.
Abends im "Knieper" fingen die Leute übrigens schon recht früh an zu tanzen.





















